{"id":51,"date":"2008-01-03T12:49:08","date_gmt":"2008-01-03T11:49:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/?p=51"},"modified":"2008-01-03T12:49:08","modified_gmt":"2008-01-03T11:49:08","slug":"kostenloser-mietwagen-fur-47-tage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/?p=51","title":{"rendered":"Kostenloser Mietwagen f\u00fcr 47 Tage!"},"content":{"rendered":"<p>Der Gesch\u00e4digte eines Verkehrsunfalls ist nicht verpflichtet, ein Ersatzfahrzeug zu erwerben, um die Lieferzeit f\u00fcr das Neufahrzeug zu \u00fcberbr\u00fccken, wenn er bereits vor dem Unfall ein neues Fahrzeug bestellt hat und die voraussichtliche Lieferzeit sich in einem vertretbaren Rahmen h\u00e4lt. Der Gesch\u00e4digte ist vielmehr berechtigt, ein Mietfahrzeug f\u00fcr die Zeit bis zur Leiferung anzumieten. Dies entschied nun das Oberlandesgericht Celle mit einen Urteil vom 24.10.2007, Aktenzeichen 14 U 85\/07.<\/p>\n<p>In dem von den Richtern entschiedenen Fall hatte der LKW einer Spedition bei einem Verkehrsunfall einen Totalschaden erlitten. Bereits kurz vor dem Unfall hatte die Gesch\u00e4digte einen neuen LKW bestellt, der voraussichtlich in sechs Wochen geliefert werden sollte. Die Lieferung des LKW erfolgte jedoch erst nach 10 Wochen, 47 Tage nach dem Unfall. Der Gutachter hatte 12 Tage f\u00fcr die Wiederbeschaffung veranlagt. Die Gesch\u00e4digte hatte w\u00e4hrend der gesamten 47 Tage ein Ersatzfahrzeug angemietet. Der Haftpflichtversicherer des Sch\u00e4digers hatte die Kosten f\u00fcr den Mietwagen lediglich f\u00fcr die von dem Gutachter veranlagten 12 Tage gezahlt.<\/p>\n<p>In der Vorinstanz hatte das Landgericht Verden die Klage der Gesch\u00e4digten auf Ersatz der weiteren 35 Tage Mietwagenkosten abgewiesen mit der Begr\u00fcndung, die Gesch\u00e4digte habe bei einem Totalschaden grunds\u00e4tzlich nur Anspruch auf Ersatz der Mietwagenkosten f\u00fcr den Zeitraum, in dem er ein gleichartiges und gleichwertiges Fahrzeug auf dem Gebrauchtwagenmarkt beschaffen k\u00f6nne. \u00dcberschreite die Lieferzeit f\u00fcr das bestellte Neufahrzeug diesen Zeitraum, so m\u00fcsse die Gesch\u00e4digte f\u00fcr die Zwischenzeit ein Gebrauchtfahrzeug erwerben und dieses sp\u00e4ter gegebenenfalls wieder verkaufen.<br \/>\nDas Oberlandesgericht hat das Urteil in zweiter Instanz aufgehoben und der Klage der Gesch\u00e4digten stattgegeben.<br \/>\nDas Gericht urteilte, dass zum Zeitpunkt der Anmietung des Mietfahrzeugs die Gesch\u00e4digte von der voraussichtlichen Lieferdauer ausgehen durfte, so dass zum Anmietungszeitpunkt die \u00fcbliche Frist lediglich um 24 Tage \u00fcberschritten wurde. Die zus\u00e4tzlichen Mietwagenkosten verhielten sich daher im zumutbaren Rahmen. Zudem seien die mit dem Kauf eines gebrauchten LKW verbundenen Risiken der Gesch\u00e4digten nicht zumutbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gesch\u00e4digte eines Verkehrsunfalls ist nicht verpflichtet, ein Ersatzfahrzeug zu erwerben, um die Lieferzeit f\u00fcr das Neufahrzeug zu \u00fcberbr\u00fccken, wenn er bereits vor dem Unfall ein neues Fahrzeug bestellt hat und die voraussichtliche Lieferzeit sich in einem vertretbaren Rahmen h\u00e4lt. Der Gesch\u00e4digte ist vielmehr berechtigt, ein Mietfahrzeug f\u00fcr die Zeit bis zur Leiferung anzumieten. Dies [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-51","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interessante-urteile"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsrecht-professionell.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}